08 Sep 2018 - 19 Oct 2018

"Der chinesischstämmige Millionär"

Andrea Scrima


APPROPRIATING LANGUAGE #23

Opening on Saturday, September 8th at 7 pm
Reading at 8 pm from the German edition Wie viele Tage
Exhibition dates: 08.09.-19.10.2018
Opening times: Friday, Saturday, and Sunday 4-7 pm
Artist's talk September 29th at 7 pm
Andrea Scrima with Myriam Naumann

 

Nach der Publikation ihres Romans Wie viele Tage (Literaturverlag Droschl, Februar 2018) wird Andrea Scrima die Ausstellung „Der chinesischstämmige Millionär“ als Teil der Reihe „Appropriating Language“ im Projektraum Manière Noire realisieren.

Die Vorlage für diese Arbeit ist eine Passage aus Wie viele Tage; sie beschreibt ein Zeitungsfoto aus der New York Times, in dem eine Horde aufgebrachter Menschen das Haus eines Millionärs plündert. Daraus entsteht eine großformatige zweiteilige Textarbeit, die in Form von Klebebuchstaben auf die Wand aufgebracht wird. Gegenstand der künstlerischen Arbeit ist die medienreflexive Beschreibung eines Bildes von einem Bild: ein Text über das Foto eines Porträts auf Leinwand von einem Mann, der vor kurzer Zeit um sein Leben geflohen ist — ein Ölgemälde, das Sekunden nach der Aufnahme des Fotos zerstört wurde.

 

Die amerikanische Künstlerin und Schriftstellerin Andrea Scrima lebt seit über 30 Jahren in Berlin. Ihr künstlerisches Werk ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit mehreren Künstlerstipendien des Berliner Senats; einem Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds; dem Lingener Kunstpreis; sowie Stipendien von der Pollock Krasner Foundation, New York, und anderen Institutionen. Ihr erstes Buch, „A Lesser Day“, ist nun in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Wie viele Tage“ beim Literaturverlag Droschl erschienen.

Scrimas Essays erscheinen u.a. in The Brooklyn Rail, Music & Literature, The Scofield, Schreibheft, manuskripte, Schreibkraft, Lute & Drum, The Millions, der Frankfurter Allgemeine Zeitung und The Quarterly Conversation. Sie ist derzeit Contributing Editor an der Literaturzeitschrift Statorec und schreibt eine Kolumne für 3QuarksDaily. Sie wurde neulich für die Neue Zürcher Zeitung, Yale University Radio, Deutschlandfunkkultur, und Music & Literature interviewt. 

In ihrer Kunst hat sich Scrima jahrelang auf die Form der Textinstallation konzentriert. Ihre Arbeiten waren in internationalen Museen und Institutionen zu sehen, u.a. Franklin Furnace, New York; Contemporary Art Center, Moskau; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; American Academy in Rome; Museum für Neue Kunst, Freiburg; Kunst Haus Dresden; Museumsakademie Berlin; The Bemis Center for Contemporary Arts, Omaha. Ihr Künstlerbuch „Panta Rhei“ ist u.a. Teil der Sammlungen des Museum of Modern Art, New York, des Whitney Museums, New York, und der Houghton Library an der Harvard University, Cambridge.